Mittwoch, 29. März 2017

Der Schwede

Kurzer prägnanter Titel, cooles Cover. Mich hat es sofort angesprochen und zum Lesen verführt.
(c) Random House
Inhalt:
Der schwedische Geheimagent Ernst Grip wird nach New York gerufen, wo er vom FBI einen ungewöhnlichen Auftrag erhält: Er soll eine geheime Basis im Indischen Ozean aufsuchen, um einen Gefangenen zu verhören. Doch dieser spricht kein Wort – nicht einmal Folter kann ihn zu einer Aussage bewegen. Das Einzige, was das FBI über den Unbekannten weiß, ist, dass er Schwede zu sein scheint. Grip muss all sein Können einsetzen, um das Vertrauen des schweigenden Mannes zu gewinnen. Doch als er schließlich dessen Geheimnis erfährt, gerät Grip selbst ins Kreuzfeuer der internationalen Geheimdienste.
Auf das Lesen des Buches hatte ich mich gefreut. Ich mag Schweden, dieses ruhige leicht beschauliche Land. Nun ein Thriller um einen schwedischen Geheimagenten. Da war ich sehr gespannt drauf.
Doch von Beginn an hat mich das Buch gelangweilt. Ich wurde nicht warm mit dem Buch. Dennoch habe ich weitergelesen in der Hoffnung, dass es spannender wird. Es blieb eine langatmige, zähe Geschichte. Mich hat der Autor zusätzlich verwirrt, indem er drei Handlungstränge aufbaut, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Da ihm das nicht reichte, baute er noch Rückblenden ein. Manchmal habe ich diese interessant gefunden. Sobald ich das Gefühl hatte, dass sich doch eine leichte Spannung aufbaut, wechselte das Buch zum nächsten Handlungsstrang. Die Rahmenhandlung bildet die Gegenwart, in der der Geheimagent Ernst Grip für die Amerikaner einen Gefangenen verhören soll, der vermutlich Schwede ist. Daneben steht der zweite Handlungsstrang, der vom Leben und Werdegang Ernst Grips erzählt. Der dritte Handlungsstrang steht mit dem ersten beiden in keinerlei Zusammenhang und erzählt vom Tsunami in Thailand 2004 und deren Folge auf eine Gruppe von Menschen.
Die jeweiligen Geschichten plätschern vor sich hin, uninteressante Nebenaspekt, wie Abschweifungen in die Kunst tun ihr übriges.
Erst gegen Ende finden die Stränge zueinander, werden die Zusammenhänge klar, doch auch die Psychospiele, die dann auftreten wirken bemüht und durch den langweiligen Erzählstil nicht spannend.
Ein Buch, bei dem ich wirklich und mit gutem Gewissen einfach nur raten kann lest lieber ein anderes Buch, dieses lohnt die Zeit nicht.

Titel: Der Schwede
Autor: Robert Karjel
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Umfang: 416 Seiten
ISBN: ISBN 978-3734100352
Preis: 9,99
eBook: 8,99 €

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