Samstag, 31. Dezember 2016

Die Midkemia – Saga 2: Der verwaiste Thron von Raymond Feist [Rezension]

Von der Midkemia – Saga habe ich Band 1 verschlungen. Darin passiert so viel, eigentlich kann ich es immer noch nicht fassen, dass es sich dabei nicht um tausend seitiges Buch handelt, sondern mit nicht mal 500 Seiten ein nicht allzu umfangreiches Buch. Raymond Feist hat in Band 1 die Handlung schon so vorangetrieben, dass ich mich gefragt habe, was noch im Folgeband kommen kann.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Küss mich, Cowboy! Eine zweite Chance für die Liebe von Lana Stone [Rezension]

Bei diesem Buch ist mir zu erst das Cover aufgefallen. Das ist einfach ein Eye-Catcher. Da kann mich nur ein romantischer Liebesroman erwartet. Titel und Cover passen perfekt zusammen, obwohl er mich stark an die amerikanischen Cover von Liebesromanen erinnert.

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Wedora – Staub und Blut von Markus Heitz [Rezension]



©Knaur Verlag
Markus Heitz auf den Buchmessen zu treffen oder seinen Lesungen / Gesprächen beizuwohnen ist für mich schon fast ein „muss“. Jeder dieser Veranstaltungen ist äußert unterhaltsam, ebenso wie die Bücher, die ich bislang von ihm gelesen habe. 
Sein neues Buch um die Welt Wedora konnte ich mir daher nicht entgehen lassen, zumal ich über Facebook schon die Zeichnungen von Heiko Jung zu dem Buch bewundert habe, die leider nicht in der Taschenbuchausgabe zu sehen sind – außer der Skizze zur Stadt..
Wer neugierig ist kann hier oder hier die Bilder bewundern.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Das Leben ist kein Zweizeiler von Friedrich Kalpenstein [Rezension]

Mit dem Autoren Friedrich Kalpenstein habe ich nun erstmals ein Liebesroman von einem männlichen Autor gelesen. Die weiblichen Autoren in diesem Genre überwiegen, so war ich sehr gespannt auf dieses Buch und ob es einen Unterschied gibt, zwischen dem Geschlecht der Autoren.

Freitag, 25. November 2016

Himmelhorn von Volker Klüpfel / Michael Kobr [Rezension]



Je länger Autoren eine Serie fortsetzen, desto gespannter kann der Leser sein, ob die Qualität von den Autoren beibehalten wird. Mit Himmelhorn haben die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr den neunten Fall um den Kommissar Kluftinger herausgebracht. Vor allem die ersten Bücher haben mir so gut gefallen, dass ich auch alle weiteren lesen
wollte. Doch bei dem achten Fall „Grimbart“ gefiel mir die Geschichte nicht mehr so gut wie die Vorgänger, umso gespannter war ich bei diesem Buch, ob es mir wieder mehr zusagt.
Inhalt:
Der neunte Fall der Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr führt den Kult-Kommissar Kluftinger in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt auf das Himmelhorn, einen der gefährlichsten Berge des Allgäus. Natürlich liebt Klufti die Berge – wenn sie kässpatzenförmig auf seinem Teller aufragen. Doch der neueste Streich von Gesundheitsfetischist Langhammer befördert den Kommissar samt E-Bike tief in die Allgäuer Alpen, wo die beiden prompt auf drei Leichen stoßen: ein bekannter Dokumentarfilmer und zwei einheimische Bergführer, die einen Film über die Erstbesteigung des Himmelhorns drehen wollten. Wie es scheint, waren sie dem als äußerst gefährlich geltenden Gipfel nicht gewachsen. Die Ermittlungen im Umfeld der Toten führt Klufti in sehr abgelegene Alpentäler und zu deren starrköpfigen Bewohnern, die noch wortkarger sind als er.
 
Obwohl es eine Weile her ist, dass ich das letzte Buch um Kommissar Kluftinger gelesen habe, war ich sofort in der Geschichte wieder drin. Der Kriminalfall an sich bildet immer eine abgeschlossene Handlung, doch die Nebengeschichten, wie z.B. die Freundschaft zu Dr. Langhammer und Frau ziehen sich wie ein roter Faden durch die Serie.
Doch dieses macht die Buchserie für mich so sympatisch. So lerne ich Kluftinger und seine Familie, die Langhammers und die Kollegen immer näher kennen, vor allem in ihren Eigenarten, die allzu menschlich sind. Und dies auch Facettenreich. Bei der Fahrradtour mit Dr. Langhammer zeigt sich wieder, dass Kluftinger eigentlich keine Lust dazu hat, doch gegen die Phalanx aus dem Ehepaar Langhammer und seiner Frau nicht drumherum kam. Doch einmal unterwegs packt ihn der Ehrgeiz. Und auch dabei zeigt sich wieder ein typischer Kluftinger : Langhammer gibt einen Tipp? - Hah Kluftinger weiß schon wie es geht... mit allen möglichen Folgen,....
Eher zufällig stolpern die beiden über eine Leiche und Kluftinger hat wieder einen neuen Fall. Doch war es Mord oder doch ein tragischer Bergunfall?
Während Kluftingers Kollegen sehr schnell von einem Bergunfall überzeugt sind, lassen Kluftinger einige Details keine Ruhe und er ermittelt weiter….
Dabei zeigt sich in diesem Buch eine Mischung von Krimifall und Privates und persönliches der Hauptpersonen, bei dem der Krimifall sehr häufig in den Hintergrund gerät. Dieses verdichtet die Atmosphäre des Buches, wird dadurch doch eine unaufdringliche Darstellung des Allgäus seiner Bewohner, sowie die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens vermittelt. Auch die unterschiedlichsten Charaktere wie Langhammer, Butzele und Kluftingers Kollegen komponieren die Autoren, so dass ein Vielfalt von Charakteren entsteht, die sich mal entgegenstehen und mal ergänzen.
Zusammen mit den trockenen, ironischen Dialogen oder Gedankengegängen von Kluftinger, bildet dies ein höchst vergnügliches Gemisch.
Mein persönliches Fazit: von der ersten bis zur letzten Seite ein großes Lesevergnügen!
Titel: Himmelhorn
Autor: Volker Klüpfel / Michael Kobr
Reihe: Kommissar Kluftinger
Verlag: Droemer
Format: gebundene Ausgabe
Umfang: 480 Seiten
ISBN: 978-3734160950
Preis: 19,99€
eBook: 14,99 €
zum Buch beim Verlag


In freundlicher Kooperation mit DroemerKnaur

Dienstag, 22. November 2016

Die Midkemia – Saga 1: Der Lehrling des Magiers von Raymond Feist [Rezension]


Die Midkemia – Saga ist für mich eine neue Fantasy-Serie, obwohl sie eigentlich schon zu den großen Werken der klassischen Fantasy Literatur zählt. Nun bringt der Blanvalet die Saga neu heraus. Bislang jedoch nur die ersten drei Bücher der Midkemia – Saga. Ich hoffe, dass auch die anderen Bücher als Neuauflage im Taschenbuchformat erscheinen und nicht nur als ebooks. Denn mittlerweile sind die Preise für die alten Ausgaben zum Teil sehr hoch.
Inhalt:
Das Königreich Rillanon befindet sich im Krieg. Doch nicht nur der Feind von außen bedroht den Frieden, denn Intrigen und Verrat beherrschen den Königshof, und so wird viel zu spät auf die Invasion reagiert. Der Magierlehrling Pug und sein bester Freund, der junge Krieger Tomas, wissen nichts von den Geschehnissen bei Hofe. Für sie bedeutet dieser Krieg eine Möglichkeit, sich zu beweisen und vielleicht sogar Ruhm zu erlangen – bis sie Teil der Intrigen werden und den wahren Schrecken des Krieges begegnen.
 
Mit diesem Auftaktband hat Raymond Feist einen fesselnden und spannenden Start hingelegt. Ich bin so in das Buch eingetaucht, dass ich es in kürzester Zeit durchgelesen habe. Da der Autor eine eigene Welt schafft, waren für mich die Karten vorne und hinten im Buch sehr hilfreich während des Lesens. So konnte ich mich schnell zurechtfinden und die Welt leichter verstehen, denn diese ist ausgeklüget, aber auch verworren. Gerade hatte ich das Gefühl die Welt zu verstehen, da schafft er es mich wieder zu verwirren, in dem gänzlich neue Figuren bzw. Wesen aus einer anderen Welt auftauchen. Diese erhöhen die Komplexität, aber auch das Lesevergnügen.
An manchen Stellen wird sehr detailliert das Geschehen beschrieben, mal eine abenteuerliche Reise, dann wieder ein Kriegsgefecht. Doch dazwischen schafft Raymond Feist es elegant mehrere Jahre zu überspringen um so die Handlung in ihren Abläufen zu straffen und das Tempo zu erhöhen.
Das Buch bildet einen Serienauftakt. Daher bleiben naturgemäß einige Fragen offen. Soweit ich es (nach Beendigung des Buches) verstanden habe, wurde auch hier ein englisches Buch im Rahmen von zwei deutschen Büchern herausgegeben. In diesem Fall bedeutet es aber nicht, dass man zwingend beide Bücher gelesen haben muss, sondern dieses Buch kann auch für sich alleine stehen ohne ein allzuoffenes Ende.
Was das Buch für mich so herausragend macht, ist die durchdachte Handlung und Welt. Im kleinen die politischen Intrigen und Kämpfe an einem Hof, die sich dann ausweiten, auf die nächste Ebene auf die politische Ebende der Region – des Landes – der Welt, ebenso die politischen Intrigen, die im Kleinen, aber auch im Großen beschrieben werden. So geht es um den Krieg bei Crydee, bei den Elben, bei den Zwergen – der dann aber auch zeigt, dass es eigentlich nicht mehrere kleiner Kriege sind, sondern ein großer zwischen zwei Welten.
Die ganze Geschichte beginnt klein und wird langsam großer, unmerklich und verständlich. Dadurch wird das Buch immer spannender und actionreicher und zwar in allen Welten, wie so nach und nach zum Vorschein kommt.
 
Titel: Die Midkemia – Saga 1: Der Lehrling des Magiers
Autor: Raymond Feist
Reihe: Die Midkemia Saga
Verlag: Blanvalet
Format: Taschenbuch
Umfang: 480 Seiten
ISBN: 978-3734160950
Preis: 10,99€
eBook: 9,99 €
zum Buch beim Verlag


In freundlicher Kooperation mit RandomHouse

Freitag, 18. November 2016

Rissiges Eis von Axel Hollmann [Rezension]


Der Autor Axel Hollmann ist einer der neuen Autoren des Autorensofas. Das Autorensofa ist ein Autorenkollektiv von Selfpublishern, die versuchen ihre Bücher ohne die Marketingmaschinerie eines Verlages zu vermarkten.

Persönlich kennen lernen durfte ich Axel Hollmann auf dem Stand des Autorensofas während der Frankfurter Buchermesse. Sein dort ausgestelltes Buch „Rissiges Eis“ hat mich sofort angesprochen.

Inhalt:

Seit Lea Kopp nach einem vermeintlichen Selbstmordversuch aus den eiskalten Fluten der Berliner Spree gerettet wurde, sind die letzten Wochen ihres Gedächtnisses ausgelöscht. In welcher Beziehung steht sie zu dem fremden Mann, der sich um sie zu sorgen scheint? Warum ist ein Kommissar des LKAs hinter ihr her? Und vor allen Dingen, weshalb wollte sie sich das Leben nehmen? Die Ungewissheit treibt die Studentin in dunkle Abgründe ihrer Vergangenheit und schließlich muss sie sich dem Gedanken stellen, ihre beste Freundin ermordet zu haben.

Doch dann erhält Lea durch einen Anruf den Hinweis, dass sie nur ein Stein in einem tödlichen Spiel sein könnte.

Nachdem ich nun eine kleine Leseflaute hatte, war das Buch eines, das mich dort rausgeholt hat. Ich habe es angefangen, ohne war von der Geschichte gefesselt. Ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Innerhalb kürzester Zeit habe ich es durchgelesen.

Schon der Beginn des Buches, bei dem Lea in einer eiskalten Winternacht unter einer Eisschicht treibt und gerettet wird. Das alleine ist schon eine gruselige Vorstellung. Doch war es tatsächlich Selbstmord? Oder ein Unfall? Durch eine Amnesie kann Lea sich an den letzten Monat vor ihrer Rettung nicht mehr erinnern.

Der Klinikpsychologe Dr. Buchholz ist fest von einem Selbstmordversuch Leas überzeugt. Dennoch bleibt das Gefühl, dass er wichtiges verschweigt!

Und warum ist Kommissar Wegner der Meinung, dass Lea ihre Freundin Isabell umgebracht hat? Isabell ist verschwunden – aber wohin? Worüber hat Lea mit Isabell bei Ihrem letzten Treffen gestritten?

Als dann noch Vince auftaucht, Leas angeblicher Freund, mit dem sie sich zerstritten hat, gerät Leas Gedankenwelt vollständig ins trudeln. War Vince wirklich ihr Freund? Warum kann sie sich noch nicht einmal daran erinnern?

Während des Lesens habe ich die ganze Zeit mit Lea mitgefiebert. Immer wenn scheinbar eine Spur aufgelöst war, ergaben sich durch Kleinigkeiten neue Rätsel und Fragen. Dabei hat der Autor es geschafft, durchweg die Spannung zu halten.

Das ein oder andere Mal war mich die falsche Spur zu plump und offensichtich. Auch gab es kleine Ungereimtheiten, die für die Geschichte nicht nötig gewesen wären, aber dazu führten, dass ich nochmal einige Seiten nochmal gelesen habe, um zu sehen, ob ich etwas überlesen hatte.

Insgesamt ist das Buch aber schlüssig und alle Spuren nachvollziehbar. Das Miträtseln macht Spaß und durch dichte Geschehen bricht die Spannung auch zu keiner Zeit ab.

Ein Lesegenuss für alle Thrillerfans, die auch kleine Fehler dem Autoren verzeihen können. Ich freue mich schon auf weitere Bücher des Autoren.




Titel: Rissiges Eis
Autor: Axel Hollmann
Verlag: Edition M
Format: Taschenbuch
Umfang: 352 Seiten
ISBN: 978-1503945678

Preis: 9,99€

eBook: 4,99 €


Montag, 14. November 2016

Nora und die Novemberrosen von Tania Krätschmar [Rezension]

Dies ist das erste Buch der Autorin Tania Krätschmar, das ich gelesen habe. Bislang kannte ich sie nicht, doch das Cover und der Klappentext haben mich angesprochen. Nun, nachdem ich das Buch durchgelesen habe, weiß ich, dass ich auch die anderen Bücher der Autorin lesen möchte. Dabei hoffe ich, dass sie sich ähnlich lesen, wie dieses hier.
Inhalt:
Der Duft von weißen Rosen, eine alte Gärtnerei und ein schicksalhaftes Erbe …
Als Nora und ihre drei Freunde eine verlassene Gärtnerei in der Mark Brandenburg entdecken, beschließen sie: Sie werden die verkrauteten Beete beackern, die maroden Gewächshäuser bepflanzen und sich hier ihr eigenes Paradies schaffen. Doch die Verwaltung findet das nicht akzeptabel und sperrt die vier aus. Ist der Traum verblüht? Keineswegs: Kurzerhand besetzen Nora und die Novemberrosen die alte Gärtnerei. Plötzlich sprießen Schlagzeilen, die Zahl ihrer Unterstützer wuchert – auch wenn das verwunschene Grundstück das Geheimnis seiner Vergangenheit noch längst nicht preisgegeben hat …
Tania Krätschmar entführt mich in diesem Buch nach Berlin und in die Mark Brandenburg. Doch nicht nur örtlich in eine andere Gegend, sondern verknüpft sie die Gegend mit Bezügen zur Geschichte des Gebietes und wie es die Menschen geprägt hat.
Natürlich waren mir die im Buch vorkommenden Aspekte der neueren deutschen Geschichte bekannt, doch bislang eher in Form von Sachbüchern. Der Bogenschlag von der NS- Zeit über die DDR-Geschichte bis zur heutigen Zeit gelingt und geschieht beiläufig. Frau Krätschmar versteht es diese verschiedenen Epochen mit ihren Auswirkungen in eine liebevolle und harmonische Geschichte einzuarbeiten.
Die Vergangenheit fließt, bis auf dem Prolog, nebenbei ein und ergänzt so die Erzählung und rundet sie ab.
Mir gefällt der Schreibstil und wie sie Realität mit Träumen, Vergangenheit mit Gegenwart vermischt.
Nora, eine junge allein erziehende Mutter, verliert ihre Arbeitsstelle. Aufgefangen wird sie auch bei diesem Schicksalschlag durch ihre Hausmitbewohnter, die trotz ihres höheren Alters ihre Freunde sind und sie gerne unterstützen. Denn alle lieben Noras Tochter Fanny.
Im Laufe der Geschichte erzählt Tania Krätschmar sehr eindrucksvoll und fesselnd erzählt, welche Geheimnisse die alte Gärtnerei verbirgt und welche Auswirkungen dies auf alle haben wird.
Auf eine ruhige, fesselnde Art hat die Autorin in diesem Buch vieles vereint. Besonders die wichtigen Aspekte des Lebens, sei es Zusammenhalt, sich gegenseitig zu unterstützen und Freundschaft. Aber auch, dass Träume wahr werden können und die Liebe nicht nach dem Alter fragt.
Das Buch hat mich in eine Wohlfühlwelt entführt, die mir gefallen hat.

Titel: Nora und die Novemberrosen

Autor: Tania Krätschmar

Verlag: Blanvalet

Format: Taschenbuch

Umfang: 336 Seiten

ISBN: 978-3734102424

Preis: 9,99€

eBook: 8,99 €


 

Über die Autorin : Tania Krätschmar Tania Krätschmar(Autorin)

Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.


In freundlicher Kooperation mit RandomHouse

Montag, 7. November 2016

Das Café der guten Wünsche von Marie Adams [Rezension]


Ein Buch, das einlädt zu verweilen. Wer wünscht sich nicht ab und an einen Ort zu besuchen, bei dem auf besondere Art und Weise an einen gedacht wird. Julia und Ihre Freundinnen haben mit dem Cafe Juliette einen solchen Ort geschaffen, einen Ort, den sie selbst nur „Cafe der guten Wünsche“ nennen.

Inhalt:

Glück fällt nicht vom Himmel – aber manchmal ist es trotzdem zum Greifen nah …

Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?

 

Ich muss gestehen, dass das Buch bei mir Erwartungen bezüglich seines Inhalts geweckt hat. Erwartet hatte ich einen Wohlfühlroman, der in einem Cafe spielt und bei dem die Gäste mit ihren Wünschen und Träumen eine Hauptrolle spielen. Doch meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Zwar zog sich das Thema wie ein roter Faden durch das Buch, doch ging es mehr um die Liebesgeschichte(n) von Julia, als um das Cafe und seine Gäste.

Nach kurzer Zeit war ich dennoch in der Geschichte drin, aber richtig gefesselt hat sie mich nicht. Besonders Julia hat mich als Person irgendwann leicht genervt, ebenso wie ihr Bruder Nick. Nick, der reine Zahlenmensch, steht seiner Schwester als Gegenpol gegenüber. Julia lebt dagegen in einer rosaroten Welt, in der schon alles irgendwie gelingt, wenn man nur positiv denkt. Zwar versucht die Autorin zwischendurch zu zeigen, dass auch Julia einen gewissen Realitätssinn hat, doch dieses wirkte auf mich immer sehr erzwungen. Selbst als das Cafe zeitweise schließen muss, auf Grund von Renovierungsarbeiten, fängt Julia nicht an sich der Realität zu stellen, sondern ihr denken dreht sich noch immer überwiegend um die Frage, wer nun Ihre große Liebe ist – Jean, der Franzose, mit dem sie vor drei Jahren einen Tag verbracht hat und seit dem liebt oder dem Macho Robert, der durch seine Wohnungsnot ihr Mitbewohner wurde.

Es ist ein schönes Buch, vor allem das Cover liebe ich, aber nichts Großartiges. Die Idee hat mir gefallen, deren Umsetzung und die Schwerpunkte des Buches weniger. Auch wenn mich das Buch nicht begeistert, waren es trotzdem schöne Lesestunden.

 

Titel: Das Café der guten Wünsche

Autor: Marie Adams

Verlag: Blanvalet

Format: Taschenbuch

Umfang: 336 Seiten

ISBN: 978-3734102783

Preis: 8,99€

eBook: 7,99 €


 

 

Über die Autorin : Marie Adams (Autorin)

Marie Adams veröffentlichte unter anderem Namen (u.a. Daniela Nagel)  bereits Romane – in denen es darum geht, die Liebe nach Jahren durch den Alltag zu retten und das Familienchaos zu meistern. Umso mehr Freude hat sie nun daran, ein Liebespaar auf fast märchenhafte Weise erst einmal zusammenzubringen – schließlich weiß sie aus eigener Erfahrung, wie irrational das Glück manchmal arbeitet.


 
In freundlicher Kooperation mit RandomHouse

Mittwoch, 2. November 2016

Du. Für Immer. von Emma Wagner [Rezension]


Mittlerweile habe ich viele Liebesromane gelesen. Doch die wenigsten sind wirklich gut. Unterhaltend ja, aber mehr auch nicht. Dieses Buch ist wunderbar geschrieben und erzählt nicht nur von einer wahren, einzigartigen Liebe, sondern geht weit darüber hinaus. Es erzählt über das Aufwachsen als Aussenseiter, von der Eigen- und der Fremdwahrnehmung. Dabei hat es mich tief berührt.
Inhalt:

Wie viel kann wahre Liebe verzeihen?
Die Ehe der Künstlerin Anna mit dem zurückhaltenden Oliver steckt in der Krise. Seit Jahren bleibt ihr gemeinsamer Kinderwunsch unerfüllt und überdies ist Olivers wohlhabende Familie nach wie vor der Überzeugung, dass Anna nicht die richtige Partie für ihren Erben ist.
Der Tod ihrer ehemaligen Kunstlehrerin und Freundin Carol bringt Anna zurück an den Ort, an dem sie ihre Kindheit verbracht hat. Dort trifft sie auf ihre Jugendliebe Marc.
Marc mit den feurigen braunen Augen. Marc mit der großen Sehnsucht nach Abenteuern. Marc, mit dem Anna ein dunkles Geheimnis verbindet.
Anna muss sich ihrer Vergangenheit stellen. Hat sie damals die richtige Entscheidung getroffen? Für wen schlägt ihr Herz heute? Und was hat ihre Mutter ihr verschwiegen?
Eine berührende Geschichte von Vertrauen und Verrat, Freundschaft und Feindschaft, zerstörten Hoffnungen und neuen Träumen – und der ganz großen Liebe.
Ja, das Buch hat mich tief ergriffen. Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, das mich so emotional berührt hat. Die Handlung und die Spannung hat mich immer mehr in die Geschichte gezogen. Ich konnte und wollte das buch nicht aus der Hand legen. Dabei hat mich weniger die eigentliche Geschichte berührt, sondern vieles das nebenbei eingeflossen ist.
So steckt Annas Ehe in einer Krise und sie begegnet Ihrer Jugendliebe wieder. Was kann und muss eine Ehe aushalten? Wie steht man auch in einer Krise zu seinem Partner? Mit seinem Partner / Ehemann wächst man im Laufe der Jahre zusammen, kennt seine Eigenarten etc. – Ist es eine junge Liebe oder Verliebtheit oder Begehren es wert dieses aufzugeben?
Anna, die in ihrem Kindheitsort Außenseiterin war, erleben wir in mehreren Zeitebenen. Die Geschichte erzählt die Gegenwart, wechselt aber immer wieder in die Vergangenheit und deckt so nach und nach die Hintergründe für das gegenwärtige Handeln aller Protagonisten auf. Dabei zeigt sich, dass ohne man so manches Handeln erst in der Reflektion der Vergangenheit nachvollziehen kann.
Der Roman ist locker leicht geschrieben, der Inhalt ist es nicht immer. Mich hat er tief berührt und sogar dafür gesorgt, dass mir an der ein oder anderen Stelle die Tränen kamen.
Titel: Du.Für immer.
Autor: Emma Wagner
Format: ebook
Umfang: 320 Seiten
Ebook: 0,99 EUR
 
 

Montag, 31. Oktober 2016

Tante Dimity und das verborgene Grab von Nancy Atherton [Rezension]


Bildquelle: Amazon.de
Mein vorerst letztes Tante Dimity – Buch, da ich keine weiteren auf meinem SUB habe. Schade. Trotzdem werde ich Ausschau nach weiteren Büchern halten, auch wenn es sie  nur noch gebraucht sehr teuer zu kaufen gibt.
 
Inhalt:
In dem verschlafenen Dörfchen Flinch wird ein Römergrab gefunden. Nur ein altes Dokument könnte verhindern, dass die Ausgrabungsstätte ihr gefährliches Geheimnis preisgibt und den Frieden im Dorf stört. Doch dazu braucht Lori Shephard kriminalistischen Spürsinn – und die Hilfe von Tante Dimity…
Lori und Bill haben Nachwuchs und dann gleich Zwillinge. Diese halten besonders Lori gut auf Trab. Besonders gefallen hat mir, wie Nancy Atherton es geschafft hat locker leicht, mit leichter Übertreibung, aber einem Augenzwinkern, den Alltag einer frischgebackenen Mutter zu beschreiben – mit allen auf und abs. Dazu gehört auch das Überfordert und das Überängstlich sein. Natürlich reicht es Bill irgendwann und er stellt, mit Hilfe der Pym-Schwestern, Francesca als Haushaltsunterstützung ein. So merkt Lori, wie sehr sich ihre Welt nur noch um die Kinder gedreht hat und fängt an die neugewonnene freie Zeit zu genießen. Doch schnell holt ihre Umgebung sie ein - wird sie doch gebeten nach einem verschwundenen Dokument zu suchen und als ein gefundenes Römergrab das Dorf Finch zu spalten droht, wird sie auch um Vermittlung gebeten.
Diesmal klingt der Inhalt nach mehr Spannung als bei den vorherigen Büchern, doch das ist nur geringfügig der Fall. Auch hier überzeugt Nancy Atherton wieder durch ihren locker-leichten Schreibstil und bleibt bei einem Cosy-Landhauskrimi-Stil. Die Figuren entwickeln sich weiter. Und auch in dieser Geschichte spielt weniger das Geschehen eine Rolle, sondern die Menschen und wie sie mit den Ereignissen umgehen. Es wird wieder einmal immer mehr deutlich, dass man einen anderen Menschen erst wirklich verstehen kann, wenn man seine ganze Geschichte kennt und nicht nur ihn im aktuellen Umfeld.
Somit auch hier ein leichter Wohlfühlkrimi ohne Blutvergießen und Gewalt mit very britischen Figuren.
Titel: Tante Dimity und das verborgene Grab
Autor: Nancy Atherton
Reihe: Tante Dimity
Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Umfang: 320 Seiten
ISBN: 978-3442369300
 
 

Sonntag, 30. Oktober 2016

Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1) von Stefanie Hasse [Rezension]


Shakespeares Rome und Julia zählt zu den Klassikern der Literatur. Unzählige Male ist diese Geschichte adaptiert worden. Mit Ihrer Reihe „Luca & Allegra“ greift auch Stefanie Hasse diese berühmteste aller Liebesgeschichten auf.
Inhalt:
**Romeo & Juliet never die…** »Ein MUST-READ für all diejenigen, die noch an die wahre Liebe glauben oder ihr bereits begegnet sind.« (Born from the Sky) Maskenbälle, unsternbedrohte Familiengeschichten und verfluchte Liebespaare kennt Allegra höchstens aus ganz alten Büchern, aber mit der Realität haben sie für sie nichts zu tun. Das ändert sich grundlegend, als sie bei einem Kurzurlaub am Gardasee erfährt, dass ihr Hotel von Nachfahren der Capulets geführt wird. Anscheinend ist ihre Fehde mit den Montagues auch nach Jahrhunderten noch intakt. Als sie aus purer Neugier die andere Seite des Sees erkundet, beginnen sich die Ereignisse unwillkürlich zu verdichten. Denn Allegra trifft auf Luca Montague und damit auf ihr magisches Schicksal…
Die Autorin Stefanie Hasse hat einen angenehmen Schreibstil. Er ist so locker wie das gesamte Buch. Dem Buch zugrunde liegt die Geschichte von Romeo und Julia, diese durchzieht das Buch wie ein roter Faden. Das erwarte ich auch von einer modernen Adaption der Geschichte, doch fehlte mir das gänzlich Neue, das Unerwartete. Der Plot ist klar und ohne Überraschungen. Dabei hätte der Roman an vielen Stellen die Möglichkeit dazu. So bleibt der Pater, nach dem spannenden Prolog, blass und wird zu einer belanglosen Nebenfigur. Auch die Fehde der beiden Familien hätte tiefergehend beschrieben werden können – zumindest das Emotionsspektrum wenn Familienmitglieder der verfeindeten Familien aufeinandertreffen.
Insgesamt sind die Personen blass und ohne tiefe, allein mit Allegra kann ich mich ein wenig identifizieren. Das führt leider dazu, dass wenig Spannung aufkommt.
Dagegen hat mir die Idee des magischen Schicksals der Familien – basierend auf die Göttersagen gefallen. Dieser leicht fantastisch angehauchte Teil bringt eine andere Note hinein.
Insgesamt ist die Idee der Autorin neu und gut umgesetzt, hat mich aber nicht ganz überzeugt. Es mag aber auch daran liegen, dass die Zielgruppe des Buches eher Jugendliche sind und ich nun definitiv nicht mehr dazugehöre.
Titel: Liebe keinen Montague (Luca & Allegra 1)
Autor: Stefanie Hasse
Reihe: Luca & Allegra
Verlag: Impress
Format: Taschenbuch
Umfang: 213 Seiten
ISBN: 978-3551300676
Preis: 12,99€
eBook: 3,99 €

Samstag, 29. Oktober 2016

Tante Dimity und der unerhörte Skandal von Nancy Atherton [Rezension]


Die Bücher um Tante Dimity erfreuen mich schon mit Vorfreude, wenn ich nur daran denke, dass ich als nächstes eines davon lese. Es ist wie ein heimkommen in ein gemütliches zu Hause.
Inhalt:
Romantisch, spannend, humorvoll – Tante Dimity macht süchtig wie Schokolade
England hatte sich Lori Shepard romantischer vorgestellt. Ehemann Bill ist in den USA geblieben und Schwiegervater William hat sich gleich nach der Ankunft in Tante Dimitys Cottage in Luft aufgelöst. Dass es einen britischen Zweig der Familie Willis gibt, ist Lori auch völlig neu. Was weiß Tante Dimity von Cousin Gerald? Ohne ihre Hilfe wird Lori dem uralten Familienskandal und Willis senior nie auf die Spur kommen...
Die Art der Bücher bleibt erhalten, so dass ich mich auch bei diesem Buch auf einen Art Cosy-englische-Landhaus-Krimi mit einem Schuss Mystik freuen konnte. Gut gefallen hat mir, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, die die Realität der Ehe anklingen läßt. Den der Alltag gestaltet sich oftmals anders, als vor der Hochzeit als gedacht. Insbesondere, wenn beide Eheleute sich erst kurz kennen. So stellt sich Bill als Workaholic heraus. Loris Versuch ihren Mann durch zweite Flitterwochen wieder näher zu kommen scheitert, da er kurzfristig zu einem Mandanten muss. Stattdessen kommt der Schwiegervater mit und verschwindet kurz darauf – auf der Suche nach ihm lernt Lori den englischen Zweig von der Familie ihres Mannes kennen.
Dieser englische Zweig der Familie ist nicht gradlinig, sondern in seinen Beziehungen verworren. Es tauchen hierbei viele neue Personen auf, mit vielen Ortswechseln etc. es verwirrt zum Teil. Auch hier zeigt sich wieder, dass die Rätsel um die Menschen und der Beziehungen und den daraus resultierenden Verwicklungen im Vordergrund stehen.
Die verstorbene Tante Dimity lenkt wieder einmal geschickt die Belange und bringt den einen oder anderen auch mal wieder auf die richtige Spur.
Wieder einmal gewohnte, gemütliche und kuschlige Cosy – Unterhaltung.
Titel: Tante Dimity und der unerhörte Skandal
Autor: Nancy Atherton
Reihe: Tante Dimity
Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Umfang: 320 Seiten
ISBN: 978-3442369294

Freitag, 28. Oktober 2016

Red Rising - Tag der Entscheidung von Pierce Brown [Rezension]


Mit „Tag der Entscheidung“ findet die Trilogie „Red Rising“ ihren Abschluss. Jedes der ersten beiden Bücher war spannend. Die Geschichte entwickelte sich anders als ich erwartet hatte. Umso gespannter war ich nun, wie sie endet.


Inhalt:
Um eine unmenschliche und grausame Gesellschaft zu stürzen, ist der Minenarbeiter Darrow selbst zum Goldenen, zum Mitglied der verhassten Oberschicht, geworden. Doch jetzt wurde sein Geheimnis entdeckt und er schwebt in tödlicher Gefahr. Wenn er sein Ziel erreichen will, muss er alles riskieren.
Was für ein Finale. Einfach großartig.
Der Beginn war gruselig und verstörend. Absolut nichts für zarte Nerven. Der Autor versteht es grauenhafte, unmenschliche Dinge in der Geschichte geschehen zu lassen, ohne sie im Detail zu beschreiben, lediglich Andeutungen. Bei mir hat meine Vorstellungskraft den Rest hinzugefügt und das reichte.
Waren die beiden vorrangeganenen Bücher sehr actionlastig, ist es hier wohltuend anders. So lebt die Geschichte viel von den Beziehungen untereinander und von Entscheidungen, die getroffen werden. Dabei legt der Autor ein hohes Tempo vor. Das steigert sich, bis es ab der Hälfte des Buches wieder actionlastiger wird. Die Ereignisse überschlagen sich. Selten haben die Protagonisten einen Moment der Ruhe. Der nachdenkliche Grundton des Buches bleibt dennoch erhalten. Hier spielt der Autor insgesamt mehr mit dem Unerwarteten. Strategische Überlegungen, Loyalität und Freundschaft, aber auch falsches Vertrauen und Verrat bildeten die Basis für immer neue Überraschungen und unerwartete Wendungen. Ergänzt wurde dies, besonders im zweiten Teil, durch Weltraumschlachten im Kleinen und Großem. Dieser Band trägt seinen Titel zu recht, denn es steuert in der Tat auf einen Tag der Entscheidung zu.
Ein Abschluss, wie ich ihn mir besser nicht wünschen konnte. Eine gelungene, ja geniale Trilogie. Ich hoffe sehr auf weitere Bücher des Autoren, denn diese Trilogie zeigt ein umfassendes schriftstellerisches Können, nicht nur dir einen fesselnden Schreibstil, sondern auch durch Idee und durchdachte und auch verwickelte Handlungsstränge, die sich erst langsam entwirren.
Titel: Red Rising - Tag der Entscheidung
Autor: Pierce Brown
Reihe: Red Rising
Originaltitel: Red Rising - Book 3 Moring Star
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Umfang: 656 Seiten
ISBN: 978- 3453534438
Preis: 12,99€
eBook: 9,99 €
 

Dienstag, 25. Oktober 2016

Liebe mit Hicks von Kirsten Wendt und Marcus Hünnebeck [Rezension]


Neben Krimis schreiben Kirsten Wendt und Marcus Hünnebeck weiterhin Liebesromane. Ihr neuestes Buch „Liebe mit Hicks“ hat mich eher durch das Cover als durch den Titel angesprochen, obwohl er ungewöhnlich ist und ich mir darunter zunächst nichts vorstellen konnte.
Inhalt:
Jule arbeitet als einfache Angestellte in einer Schauspieleragentur und wird von ihrer ausbeuterischen Chefin dazu verdonnert, mit dem berühmten Schauspieler Eric zu einer Premiere über den roten Teppich zu gehen. Eigentlich kein Problem, wäre da nicht Jules extremes Lampenfieber. Als sie durch einen Zufall Eric vor einer Stalkerin rettet, wendet sich das Blatt und Eric verliebt sich in sie.
Die Protagonisten sind sympatisch. Jule, die gerne Schauspielerin geworden wäre, wenn nicht das extreme Lampenfieber wäre, Frau Grand, die Chefin von Josie – die Despotin der Schauspielagentur und Eric, der berühmten Filmstar.
Mit diesen Figuren ist es dem Autorenduo gelungen einen lockerer Roman zu schreiben, der kurzweilige Unterhaltung bietet, gerade durch die Gegensätze, die die Personen auszeichnet.
Das Buch bietet alles, was ich von einem solchen Liebesroman erwarte: Gefühle, Freude, Romantik und Liebe. Es ist ein Buch, dass man „mal eben“ weglesen kann und sich dennoch gut unterhalten fühlt. Obwohl das Buch in einem wunderbaren Stil geschrieben ist, ist die Handlung an einigen Stellen zu straff. Oftmals wird bei Büchern bemängelt, dass sie zu ausschweifend sind und eine Kürzung dem Buch gut getan hätte. Hier ist es anders herum. Die Gefühlsentwicklung zwischenn Jule und Eric ging mir zu rasch, ebenso das auf und ab der „Beziehung“. Da hätte ich mir eine langsamere Entwicklung gewünscht, die mir das mitfiebern wird es was mit den beiden oder nicht erleichtert hätte. Doch durch die ungewöhnliche Idee der Autoren (welche Verrate ich nicht, um nicht zu spoilern) und deren Umsetzung hat mir das Buch denoch sehr viel Vergnügen bereitet und mir die Zugfahrt, während der ich das Buch las, sehr kurzweilig gestaltet.
Titel: Liebe mit Hicks
Autor: Kirsten Wendt (Autor), Marcus Hünnebeck (Autor)
Verlag: Montlake Romance
Format: Taschenbuch
Umfang: 272 Seiten
ISBN: 978-1503942134
Preis: 9,99€
eBook: 4,99 €
 

Freitag, 21. Oktober 2016

Red Rising - Im Haus der Feinde von Pierce Brown [Rezension]


Inhalt:

Band 2 der New York Times-Bestsellertrilogie
Immer war Darrow stolz darauf, als Minenarbeiter auf dem Mars den Planeten zu erschließen. Bis er herausfand, dass die Oberschicht, die Goldenen, längst in Saus und Braus leben und alle anderen ausbeuten. Unter Lebensgefahr schloss er sich dem Widerstand an und ließ sich selbst zum Goldenen verwandeln. Nun lebt er mitten unter seinen Feinden und versucht die ungerechte Gesellschaft aus ihrer Mitte heraus zum Umsturz zu bringen. Doch womit Darrow nicht gerechnet hat: auch unter den Goldenen findet er Freundschaft, Respekt und sogar Liebe. Zumindest so lange ihn niemand verrät.
Und der Verrat lauert überall.


Direkt im Anschluss an den ersten Teil der Trilogie „Red Rising“ habe ich die Fortsetzung

Red Rising – Im Haus der Feinde“ gelesen. Ich musste unbedingt wissen, wie es mit Darrow weitergeht. 

Gleich zu Beginn erlebt Darrow, dass sich immer wieder das Sprichwort bewahrheitet, wer hoch steigt, kann tief fallen. Nach einer Niederlage, bei der Darrow sich als schon als Sieger gefühlt hatte, muss er nicht nur damit leben, dass er durch seinen Fehler den Tod von unzähligen Menschen verursacht hat, sondern auch sein Herr Augustus ihn Fallen läßt.

Dies geschieht nicht nur auf Grund seiner Niederlage, sondern diese ist der Abschluss von Intrigen, die Darrow zu Fall bringen sollen. Nach seinem Aufstieg und die Aufnahme in die Gesellschaft der Goldenen ist er diesem politischen Geschäft und den dazugehörigen Intrigen nicht gewachsen. Wie soll er auch, da er ein Krieger ist.

Das wahre Ausmaß der Intrigen und politischen Spiele kommen Schritt für Schritt zum Vorschein. Da Darrow diese unterschätzt hat, ist diesen und damit der Willkür seiner Feinde ausgeliefert.

Die Geschichte entwickelt sich rasant und wurde in seinen Verwicklungen immer spannender, so dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

Die Entwicklungen in der Geschichte folgten Schlag auf Schlag. Das Tempo der Geschichte steigerte sich immer wieder, nach kleinen ruhigeren Phasen. Insgesamt ist dieses Buch sehr actionreich. Diese (Weltraum-)Schlachten bringen Abwechslung in die politischen-gesellschaftlichen Verwicklungen.

In dem Buch erlebt man mit Darrow zusammen, Freundschaft, den Wert von Familien, aber auch Verrat und Intrigen. Immer wieder fragt man sich beim Lesen, wer nun zu wem gehört, wem Darrow wirklich vertrauen kann oder wer ihn eventuell verrät.

Hat mir der Erste Teil gefallen, wurde er von dem zweiten übertroffen. Ging es doch nicht mehr um Auslese, sondern um politische Intrigen, gesellschaftliche Machtspiele, aber auch das Abwägen von Werten und Gesellschaftsordnungen. Dies immer vor der unterschwelligen Frage, was erlaubt ist um ein vermeindlich übergeordnetes Ziel zu erreichen.

Der innere Kampf von Darrow, der dies zeigt, war nachvollziehbar. Doch schafft der Autor es ebenso die Moive von Darrows vermeindlichen Feinden ebenso gut darzustellen und zu zeigen, dass sie nicht immer die Bösen sind, sondern zum Teil ähnlichen Gründen handeln.

„Red Rising – Im Haus der Feinde“ ist eine gelungene Fortsetzung, die nahtlos an den ersten Teil anknüpft. Wobei mir dieses Buch besser gefiel als der erste Teil. Doch auch wenn es ein abgeschlossenes Buch ist, sorgt der Cliffhanger dafür, dass man sich auf den dritten Teil freut. Nötig ist es aber nicht diesen zu lesen.

Die Reihe:

  1. Red Rising
  2. Red Rising – Im Haus der Feinde
  3. Red Rising – Tag der Entscheidung

Titel: Red Rising – Im Haus der Feinde

Autor: Pierce Brown

Serie: Red-Rising-Trilogie

Verlag: Heyne

Originaltitel: Red Rising - Golden Prince Book 2

Format: Taschenbuch

Umfang: 576 Seiten

ISBN: 978-3453534421

Preis: 12,99€

eBook: 9,99 €


 

Montag, 17. Oktober 2016

Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht von Nancy Atherton [Rezension]


Nachdem ersten Band von Tante Dimity war mir sofort klar, dass ich auch weitere Bücher der Serie lesen möchte. Bei dieser Serie muss man aber bedenken, dass es sich um eine sehr beschauliche Serie handelt – eine Cosy-englische-Landhaus-Krimi-Serie. Diese kann man nur genießen, wenn man in der Richtigen Stimmung ist. Auch zuviel davon, also mehrere Bücher hintereinander wären aus meiner Sicht zu viel. Aber Häppchenweise einfach wundervoll.
Inhalt:
Emma Porter ist vierzig, ziemlich mollig, nicht gerade schick gekleidet und eine leidenschaftliche Gärtnerin. Als ihr langjähriger Lebensgefährte sie wegen einer jüngeren und schlankeren Blondine verlässt, flieht Emma aufs Land. Sie ahnt nicht, dass die geheimnisvolle Tante Dimity ihre Hände im Spiel hat, als sie ausgerechnet in Penford Hall landet, einem alten Schloss in Cornwall. Dort erwarten sie ein mysteriöses Rätsel um eine Zauberlaterne und andere mörderische Geheimnisse ...
Offiziell ist dieses Buch der zweite Band der Reihe, doch spielen hier Lori und Bill keine Rolle, sondern Emma Porter. Somit bestände die Möglichkeit, aus zu sagen, dass dieses Buch eher die Vorgeschichte der Reihe ist.
Da ich das Buch nach dem ersten Band gelesen habe, kann ich nur sagen, dass es bei dieser Serie keine Rolle spielt. Selbstverständlich kennt man Teile des Buchschlusses, aber das hat mein Lesevergnügen keineswegs beeinträchtigt.
Nancy Atherton bleibt dem Schreibstil treu, auch hier ist es kein richtiger Krimi, sondern eher eine Detektivgeschichte, in der Ungereimtheiten aufgeklärt werden. Das was ich unter einem Cosy-englische-Landhaus-Krimi  erwarte, nur dass hier noch ein Schuss Fantasy und Mystik hinzukommt.
Die Beziehung zwischen den Meschen bleibt das wichtige, wer steht wie zu wem und wer hat welche Geheimnisse. Doch als sehr geruhsam, fast beiläufig. Das kann auch nicht anders sein, da der „Krimi“ auf den zwischenmenschlichen Verstrickungen basiert.
Ein liebevolles, charmantes Buch mit einem Schuss übernatürlichem. Ein Buch wie eine kuschelige Wolldecke – einfach gemütlich, geruhsam und beschaulich. Eine wunderschöne Geschichte, very britisch.
Titel: Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht
Autor: Nancy Atherton
Reihe: Tante Dimity
Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Umfang: 320 Seiten
ISBN: 978-3442369287